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«1989 konnte man spüren, dass sich in der Welt

etwas bewegte. Ich war bereit für eine Anstellung

im Ausland», erklärt Nicola Thibaudeau begeistert.

«Dann wurde mir ein Job in La Chaux-de-Fonds

angeboten. Da ich die Berge liebe, habe ich nicht

gezögert: Die Schweiz ist das Paradies der Wande-

rer und Skifahrer!» Die junge Mechanik-Ingenieu-

rin, die soeben ihre ersten Erfahrungen bei IBM in

Montreal gesammelt hat, kann sich noch gar nicht

vorstellen, dass sie 13 Jahre später die Leitung

eines Aushängeschildes der Bieler Mikromechanik

übernehmen wird: MPS Microsystems.

Die Geschäftsfrau führt uns durch die Werkstätte

und die Büros der modernen Fabrik im Bözingen-

feld. Die mikromechanischen Teile und Geräte,

welche in diesemWerk erzeugt werden, sind echte

Wunder an Erfindungsgeist. Das Unternehmen hat

sich zum Ziel gesetzt, jedes Jahr eine Innovation

oder ein neues Patent zu schaffen. «Durch die Wahl

der richtigen Materialien haben wir beispielsweise

ein schmierungsfreies Kugellager erfunden. Diese

Neuheit wird sowohl in Produkte für die Uhrma-

cherei und die Luftfahrt wie in unseren implan-

tierbaren Mikropumpen angewendet», hebt Nicola

Thibaudeau hervor.

Wenn man sie fragt, was ihr am Anfang ihrer Zeit in

der Schweiz auffiel, erinnert sie sich an die Abwe-

senheit der Frauen in technischen Berufen und an

die oft leeren Strassen, die den Anschein weckten,

dass gerade ein wichtiges Hockeymatch ausge-

strahlt wurde. Was sie an unserem Land fasziniert?

«Ich bin beeindruckt, dass so viel Know-how auf

MPS MICROSYSTEMS SA

«1989 konnte man spüren,

dass sich in der Welt etwas

bewegte. Ich war bereit für

eine Anstellung im Ausland.»

Im Januar 1990 landet die Kanadierin Nicola Thibaudeau in den

Neuenburger Bergen, wo sie die Führung der technischen Abteilung eines

Leiterplattenherstellers übernimmt. Es ist aber nur die erste Etappe einer

fulminanten Laufbahn, die sie einige Jahre später an die Spitze von MPS

Microsystems katapultiert.

«UNSER KNOW-HOW IN DER

SPITZENTECHNOLOGIE IST

SEHR GEFRAGT»

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Kunden des ESB